Verantwortung durch das Tanzen gelernt

Aktualisiert: 4. Sept 2020

Duingen (gök). Für Astrid Wozny war damals sofort klar, dass das Ganze eine Erfolgsgeschichte wird. 1994 wurde beim Duinger Sport-Club bereits eine Jazz-Dance-Gruppe gegründet, mangels Teilnehmern aber 1997 wieder aufgelöst. Nur ein Jahr später 1998 rief die 1996 nach Duingen gezogene Astrid Wozny erneut eine Gruppe ins Leben, hatte sie vorher doch schon viel positive Erfahrung beim Tuspo Grünenplan gesammelt. Schnell entstanden die ersten Gruppen, die nach Alter aufgeteilt waren und zunächst alle von Astrid Wozny selber trainiert wurden. Dabei kristallisierten sich dann auch besonders engagierte Teilnehmerinnen heraus, die über die Jahre immer weiter von Wozny in die Verantwortung gezogen wurden. „Besonders die älteren Mädels haben viel Spaß am Tanzen und können dieses besonders den jungen Teilnehmern super vermitteln“, so die Tanzleiterin im Gespräch. Damit die Verantwortung für die Gruppen auf solide Füße gestellt wurde, hat Wozny die Trainertalente nicht nur in das Training mit einbezogen, sondern auch zu Workshops mitgenommen. „Durch die Übernahme der Verantwortung bei den Gruppen bleiben sie dem Verein auch in späteren Jahren mit viel Spaß erhalten und verteilen die Trainingsarbeit auch auf viele Schultern“, erklärt Wozny ihr Konzept. 2002 wurde dann auch die erste Erwachsenen-Gruppe gegründet, was gerade im Tanz-Bereich auch nicht oft in Vereinen vorgehalten wird. Um den verschiedenen Altersgruppen ein attraktives Angebot zu bieten, ist es wichtig, auch immer mit der Zeit zu gehen. „Wir passen uns dabei natürlich auch der Musikentwicklung an. Lehrgänge für HipHop-Musik oder andere Musikstile gehört da auch dazu“, beschreibt Wozny das Erfolgsgeheimnis der mitgliederstarken Sparte. Die Entwicklung von Jazz-Dance-Gruppen ist immer weiter vorangeschritten, wobei Duingen dabei eine Hochburg darstellt.

Im Jahr des 75jährigen Vereinsjubiläums sind in der Tanzsparte im Jazz-Dance-Bereich derzeit vier Jugendgruppen aktiv, die bereits im Kindergartenalter anfangen. Da aber im vergangenen Jahr schon eine große Tanzschau auf die Beine gestellt wurde, wurde dieses Jahr beim Vereinsjubiläum als eigene Veranstaltung nur ein Schnuppertanzen angeboten, aus auch einige Neulinge wieder an die Gruppen heranführte. Die nächste Tanzschau soll dann aber in naher Zukunft wieder in Angriff genommen werden. Während bei den „Golden Girls“ Frauen ab 30 Jahre aktiv sind, hat sich im jüngeren Bereich für den Übergang von Jugendlichen zu Frauen auch eine Showtanz-Gruppe gebildet, die sich aber nur unregelmäßig trifft. Oft werden hier Video-Clips nachgetanzt oder Elemente aus Filmen tänzerisch interpretiert. Die jungen Frauen stecken hier zumeist in Ausbildung oder Studium und treffen sich nach Absprache, um ihrem Tanzhobby nachzugehen.

„So ein Engagement wie bei unseren jungen Tanztrainern findet man in anderen Bereichen wahrscheinlich nur sehr selten“, lobt Wozny ihre Mitstreiterinnen. Die Jugendleiterin Marilena Titze etwa leitet mittlerweile zusammen mit anderen wie Sofia Kornacker gleich drei Gruppen, wobei sie auch schon jüngere Trainertalente wie etwa Amelie Wozny an die Arbeit mit den Kindern heranführt. Die 24jährige Titze tanzt seit ihrem dritten Lebensjahr im DSC und trainiert schon seit ihrem 16. Geburtstag Kinder und Jugendliche in Duingen. „Besonders toll ist, dass immer wieder engagierte Tänzerinnen nachrücken, die Spaß an der Jugendarbeit haben. Sofia Kornacker und Monja Niessner etwa haben auch schon ihren Jugendleiterschein und leiten das Training oft eigenständig“, freut sich auch Marilena Titze über die Entwicklung im Verein. Zusammen werden immer wieder neue Tanzschritte eingefügt und Lehrgänge besucht, damit den Teilnehmern in den Gruppen immer wieder etwas Neues geboten wird. Der Zulauf in den Gruppen ist dadurch ungebrochen, sind ungefähr um die 20 Kinder jeweils in den Gruppen organisiert. Da nicht immer alle bei den Trainingseinheiten dabei sind, sind die Gruppen für die Trainer auch immer gut händelbar und auf jedes Kind kann bei Bedarf eingegangen werden.

„Wir machen das alle im Ehrenamt und als Hobby im Breitensport. Das Tanzen verbindet uns aber und bringt tolle Freundschaften. Auch der Mannschaftsgedanke und Teamgeist kommt nicht zu kurz. Man fühlt die Musik einfach und wir können durch das Tanzen ausdrücken, was in Worten gar nicht möglich ist. Der Zusammenhalt ist in Duingen etwas Besonderes, wobei die Arbeit mit den Kindern einfach viel Spaß macht“, beschreibt Titze die Faszination des Jazz-Dance in Duingen. In Duingen sind aber nicht nur Mädchen dabei. Es tanzen zudem einige Jungs in den Gruppen und auch Kinder mit Behinderungen oder Flüchtlingskinder findet man in den jüngeren Gruppen. Früher wurden auch mal Wettkämpfe durchgeführt, sind aber mittelfristig nicht geplant. Für Leistungssport müsste jede Gruppe wesentlich mehr trainieren als einmal die Woche.

Die Golden Girls (Erwachsenen) trainieren montags von 19 bis 20.30 Uhr in der Oberschulsporthalle. Freitags trainiert von 15 bis 16 Uhr El Sol (ab Klasse 1 bis 3), von 16 bis 17 Uhr La Tiera (ab Klasse 4 bis 7) und von 17 bis 18 Uhr El Fuego (ab Klasse 8) in der Grundschulhalle. Die Kindergartenkinder von La Luna trainieren von 16 bis 17 Uhr freitags in der Gymnastikhalle. Die Showtanzgruppe der DSC-Millenials trainieren in der Regel alle 14 Tage sonntags von 10 bis 12 Uhr in der Gymnastikhalle.



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